Eine Terrasse auf Rasen zu bauen, klingt kompliziert, ist mit der richtigen Methode aber auch für Heimwerker leicht umsetzbar. Ohne massives Fundament aus Beton lässt sich schnell ein stabiler und schöner Platz im Garten schaffen, der sich ideal für gemütliche Gartenmöbel-Sets eignet. Gerade für Hobbygärtner ist diese Lösung ideal, da sie Zeit und Kosten spart und aufwendige Erdarbeiten überflüssig macht. Entdecken Sie, wie Sie eine einfache Holzterrasse auf Rasen bauen können.
Wie baut man eine einfache Terrasse auf Rasen? Schritt-für-Schritt-Anleitung
Im Gegensatz zum komplexen und kostspieligen Bau einer Veranda muss ein Terrassenbau kein kompliziertes Projekt sein. In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen, wie Sie eine Holzterrasse auf der Rasenfläche selber bauen können, ohne ein tiefes Betonfundament gießen oder schwere Gehwegplatten als Unterkonstruktion verwenden zu müssen.
Schritt 1: Standort festlegen und Fläche abstecken
Suchen Sie zunächst den idealen Platz in Ihrem Garten aus und markieren Sie die exakten Maße der künftigen Terrasse mit Holzpflöcken. Verbinden Sie diese mit einer Richtschnur, um die Außenkanten und die Höhe der Terrasse präzise zu visualisieren. Prüfen Sie dann mit einem Winkel, ob die abgesteckte Fläche wirklich rechtwinklig ist. Diese sorgfältige Planung verhindert Fehler beim Verlegen der Dielen und spart Ihnen wertvolle Zeit.
Schritt 2: Rasen abtragen und Untergrund vorbereiten
Stechen Sie innerhalb der Markierung die Grasnarbe mit einem Spaten oder Rasenkantenstecher ordentlich ab und heben Sie die Erde etwa 15 cm tief aus. Der Boden muss anschließend von Wurzeln und größeren Steinen befreit werden, damit eine gleichmäßige Fläche entsteht.
Verdichten Sie die Erde dann mit einer Rüttelplatte oder einem Handstampfer, um ein späteres Absacken der Terrasse zu verhindern. Achten Sie dabei unbedingt auf ein Gefälle von 2 %, damit Regenwasser zuverlässig vom Haus weggeleitet wird.
Schritt 3: Unkrautvlies und Schotter aufbringen
Um zu verhindern, dass später Unkraut durch die Terrassendielen wächst, sollten Sie die ausgehobene Fläche lückenlos mit einem robusten Unkrautvlies aus PE-Folie auslegen. Darauf verteilen Sie eine Schicht aus Schotter oder einem Gemisch aus Schotter und Splitt und verdichten diese erneut gründlich. Diese Schicht dient als tragfähiges Fundament für Terrassenlager und sorgt gleichzeitig für eine optimale Entwässerung unter der Konstruktion. Eine ebene Oberfläche erleichtert Ihnen im nächsten Schritt das Aufstellen der Füße erheblich.
Schritt 4: Terrassenlager positionieren und ausrichten
Verteilen Sie nun die höhenverstellbaren Terrassenfüße in gleichmäßigen Abständen auf der vorbereiteten Splittfläche. Diese dienen als Auflagepunkte für den Unterbau Ihrer Terrasse. Ihr großer Vorteil ist ein einfaches Verstellsystem, mit dem sich die Höhe millimetergenau anpassen lässt, um Unebenheiten mühelos auszugleichen. Um die Stabilität zu erhöhen, den Untergrund zu schützen und eine bessere Trittschalldämmung zu erreichen, können Sie zusätzlich Terrassenpads aus Gummigranulat unter die Stelzlager legen.
Schritt 5: Passende Unterkonstruktion der Holzterrasse montieren
Legen Sie die Trägerbalken aus Holz oder Aluminium direkt auf die Köpfe der Terrassenlager und fixieren Sie diese gemäß den Herstellerangaben. Da solche Terrassenfüße in der Regel aus robustem Kunststoff bestehen, dienen sie gleichzeitig als Holzschutz und trennen die Unterkonstruktion vom feuchten Untergrund.
Schritt 6: Terrassenbelag verlegen (WPC Terrassendielen oder Holzdielen)
Nach dem Aufbau der Unterkonstruktion folgt der eigentliche Terrassenbelag. Je nach Material unterscheidet sich die Verlegung leicht, ist aber in beiden Fällen für Heimwerker gut umsetzbar:
- WPC-Dielen: Diese Dielen lassen sich in der Regel mit einem speziellen Clipsystem unsichtbar verlegen, das automatisch für einen gleichmäßigen Fugenabstand sorgt. Da sich das Material bei Wärme ausdehnt, müssen Sie unbedingt auf ausreichend große Dehnungsfugen an den Rändern achten.
- Holzdielen: Klassische Terrassendielen aus Holz verschrauben Sie direkt von oben mit Edelstahlschrauben auf der Unterkonstruktion. Verwenden Sie hierbei unbedingt Abstandshalter zwischen den Dielen, damit das Holz arbeiten kann und sich keine Staunässe bildet.
Unabhängig davon, ob Sie sich für WPC- oder Holzdielen entscheiden: Korrekt verlegte Dielen sorgen für eine stabile, langlebige und optisch ansprechende Terrasse.
Wie kann man eine Terrasse auf Rasen gestalten? 3 Ideen
Eine Terrasse auf Rasen ist der perfekte Untergrund für Ihre Gartenmöbel und lässt sich auf viele Arten gestalten – je nach Stil, Budget und Nutzungsart. Wichtig ist, dass sich die Gestaltung in den Garten integrieren lässt und praktisch bleibt. Im Folgenden stellen wir Ihnen 3 Gestaltungsideen vor:
1. WPC-Terrasse als Outdoor-Küche mit integriertem Essbereich
Verlegen Sie das Kochen nach draußen und richten Sie Ihre eigene Outdoor-Küche ein. Planen Sie eine kompakte Küchenzeile mit Grill, Arbeitsfläche und vielleicht sogar einem kleinen Spülbecken. Platzieren Sie direkt daneben einen großzügigen Esstisch mit bequemen Gartenstühlen, um beim Servieren der Speisen kurze Wege zu haben.
Zu empfehlen ist das Gartenmöbel-Set Maletto 6+1 aus unserem Sortiment. Der geräumige Esstisch mit praktischer Ausziehfunktion bietet Platz für 6-8 Personen. Die Stühle sind stapelbar, was die Lagerung nach der Saison erleichtert. Alle Elemente des Sets sind wetterfest, da für ihre Herstellung robuste Materialien wie Aluminium, Kunstholz, Polyrattan und Textilene verwendet wurden.
2. Holzterrasse als Chilloutzone mit Feuerstelle
Schaffen Sie eine gemütliche Sitzecke auf Ihrer Terrasse. Stellen Sie dazu eine Feuerschale in die Mitte und arrangieren Sie um diese herum komfortable Lounge-Gartensessel. Die richtige Terrassenbeleuchtung und die Wärme des Feuers sorgen besonders in den Abendstunden oder im Spätsommer für eine unvergleichliche Atmosphäre. Ergänzen Sie diesen Bereich mit weichen Outdoor-Textilien und einem kleinen Beistelltisch für Getränke und Snacks. Diese Gestaltung lädt dazu ein, den Alltag zu vergessen und die Zeit im Garten bis spät in die Nacht hinein zu genießen.
3. Holzterrassen als Ruheoase
Nutzen Sie Ihre Terrasse als private Ruheoase, indem Sie einen freistehenden Hängesessel oder eine bequeme Sonnenliege aufstellen. Umgeben Sie diesen Bereich mit hohen Gräsern oder Kübelpflanzen, um eine geschützte Nische fernab von neugierigen Blicken zu schaffen. Bei di volio finden Sie zahlreiche Ausstattungselemente, die sich für eine solche Relax-Zone perfekt eignen, z.B.:
- Hängesessel Corta: Mit robustem Gestell versehen und aus witterungsbeständigen Materialien (Stahl, Polyrattan, PP-Seil) gefertigt, sorgt er für angenehme Entspannungsmomente. Ideal auch für eine gemütliche Leseecke im Freien;
- Sonnenliege Alege: Mit verstellbarer Rückenlehne ausgestattet und aus FSC-zertifiziertem Akazienholz und geflochtenem PP-Seil gefertigt, hält sie jahrelangem Gebrauch stand und bietet höchsten Komfort, ob beim Relaxen oder Sonnenbaden.
TIPP: Stöbern Sie in unserem Shop nach weiteren Möbelstücken für Ihre Wohlfühloase im Freien.
Terrasse auf Rasen bauen & nach Belieben gestalten
Wenn Sie Ihre eigene, einfache Terrasse auf dem Rasen bauen, gewinnen Sie viele Gestaltungsmöglichkeiten. Dank der einfachen Bauweise mit Terrassenlagern ist sie auch für Heimwerker leicht umzusetzen. Bei der Gestaltung können Sie Materialien, Outdoor-Möbel und Stil ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben wählen. So entsteht ein funktionaler und gemütlicher Terrassenbereich, der Ihren Garten deutlich aufwertet.
Autor: Joanna Nalepa