Bürostuhl Test – Die besten ergonomischen Modelle im Vergleich 2026

Bürostuhl Test – Die besten ergonomischen Modelle im Vergleich 2026

  Langes Sitzen am Schreibtisch muss nicht unbequem sein: Ergonomische Bürostühle versprechen optimalen Komfort und eine gesunde Haltung. Welche Modelle im Alltag überzeugen, worin die Testsieger punkten und welcher der beste Bürostuhl für Sie sein könnte, zeigen unsere Erfahrungen.

Warum ein guter Bürostuhl entscheidend für Gesundheit und Arbeitskomfort ist

Als ich in der Redaktion meinen großen Bürostuhl-Test für 2026 geplant habe, war mir schnell klar: Es geht nicht nur um Bequemlichkeit. Ein Schreibtischstuhl ergonomisch eingestellt entscheidet für mich darüber, ob ich nach acht Stunden noch konzentriert schreiben kann oder mit brennendem Nacken nach Schmerztabletten suche.

In einigen Testrunden habe ich bewusst auf einfache Stühle ohne Lordosenstütze gewechselt. Schon nach zwei Stunden meldete sich der untere Rücken. Die Schultern sackten nach vorne, mein Blick auf das Display wurde immer „krummer“. Zurück im ergonomischen Bürostuhl brauchte mein Körper zwar ein paar Minuten, doch die Entlastung spürte ich deutlich. Dieser Unterschied macht sich für mich am Ende eines Arbeitstages im ganzen Körper bemerkbar.

Mediziner, mit denen ich für diesen Test gesprochen habe, wiederholen immer wieder dasselbe Mantra: Sitzen ist nicht automatisch schlecht, starres Sitzen ist das Problem. Genau hier kommen moderne ergonomische Bürostühle ins Spiel. Für mich sollen sie Bewegung im Sitzen ermöglichen, die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Doppel-S-Form halten und Nacken sowie Schultern entlasten.

Bürostuhl Test

Im Redaktionsalltag bedeutet das für mich: weniger Spannungskopfschmerzen, weniger taube Hände auf der Maustaste und weniger „Ich-steh-jetzt-lieber-noch-zwei-Stunden-am-Küchentisch“-Momente. Gleichzeitig spüre ich, dass meine Konzentration steigt. Wenn ich nicht permanent meine Haltung korrigieren muss, habe ich mehr Kapazität für Inhalte, Zahlen oder kreative Arbeit.

Auch im Langzeittest wurde dieser Effekt für mich deutlich. Kolleginnen und Kollegen, die regelmäßig auf hochwertige Bürostühle gewechselt haben, berichteten mir nach einigen Wochen über weniger Müdigkeit am Nachmittag. Ich selbst hatte ein deutlich besseres Körpergefühl nach Feierabend. Für mich war das einer der stärksten Hinweise darauf, dass ein bester Bürostuhl im Arbeitsalltag mehr ist als nur ein „Möbelstück“.

Worauf man bei der Wahl des richtigen Bürostuhls achten sollte

Für meinen Bürostuhl-Test habe ich ganz bewusst am eigenen Körper angesetzt. Ich habe mich gefragt: Welche Einstellungen brauche ich wirklich? Wo spüre ich Unterschiede, auch nach mehreren Stunden? Aus diesen Erfahrungen haben sich für mich klare Kriterien herauskristallisiert.

1. Sitzhöhe und Sitztiefe

Für mich gilt: Die Füße sollten vollflächig auf dem Boden stehen, die Knie idealerweise einen Winkel von etwa 90 Grad bilden. Das klingt banal, gerät im Alltag aber schnell in Vergessenheit. Die Sitztiefe ist für mich mindestens genauso wichtig. Zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante sollte ungefähr eine Handbreit Platz bleiben. In meinem Test hatten vor allem kleinere Personen Probleme, wenn sich die Sitztiefe nicht anpassen ließ. Größere Testerinnen und Tester hatten ohne Verstellmöglichkeit oft das Gefühl, „halb auf der Kante“ zu sitzen.

2. Lordosenstütze und Rückenlehne

Einen Bürostuhl ergonomisch Testsieger erkenne ich häufig an einer gut geformten und einstellbaren Lordosenstütze. Sie soll den unteren Rücken leicht nach vorne drücken, aber nicht so stark, dass ich das Gefühl habe, nach vorne geschubst zu werden. Modelle, bei denen sich die Lordosenstütze in Höhe und Tiefe regulieren ließ, haben in meinem Test deutlich gepunktet. Sie ließen sich an sehr unterschiedliche Rückenformen anpassen und wurden im Laufe eines langen Arbeitstages gerne nachjustiert.

3. Dynamisches Sitzen

Synchromechanik, Wippmechanik, individuell einstellbarer Gegendruck – in der Praxis habe ich all diese Begriffe darauf reduziert, wie „lebendig“ sich das Sitzen anfühlt. Ein guter ergonomischer Bürostuhl zwingt mich nicht in eine Position, sondern folgt der Bewegung meines Oberkörpers. Gerade an langen Texttagen waren diese kleinen Gewichtsverlagerungen für meinen Rücken echte Lebensretter. Starre Modelle ließen mich dagegen deutlich schneller ermüden.

4. Armlehnen

4D-Armlehnen klangen für mich anfangs nach Luxus. Im Test wurden sie jedoch schnell zu einem echten K.-o.-Kriterium im positiven Sinn. Höhe, Breite, Tiefe und Drehung der Armauflagen machen vor allem bei intensiver Tastaturarbeit für mich einen massiven Unterschied. Schultern, die sonst nach vorne absacken, bleiben entspannt. Die Handgelenke liegen stabiler auf. Im direkten Vergleich zu simplen, nicht verstellbaren Armlehnen war dieser Unterschied für mich schon nach wenigen Stunden deutlich spürbar.

5. Materialien und Atmungsaktivität

Netzrücken oder Polster? Hier gingen in der Redaktion die Geschmäcker auseinander. Ich selbst neige zu Hitzestau und fühlte mich mit Netzbespannung deutlich wohler, andere liebten das „Sitzsofa-Gefühl“ eines weicheren Polsters. Klar zeigte sich für mich jedoch: Atmungsaktive Bezüge und hochwertiger Schaum behalten ihre Form spürbar länger. Damit bleibt auch die ergonomische Funktion stabil. In meinem Bürostuhl-Test war dieser Unterschied vor allem nach mehreren Wochen Dauerbenutzung zu merken.

6. Passung zum Arbeitsplatz

Ob Homeoffice-Ecke, voll ausgestattetes Arbeitszimmer oder Agentur-Großraumbüro – ein Stuhl steht für mich nie für sich allein. Für meinen Test habe ich deshalb mit verschiedenen Schreibtischhöhen, Laptops, externen Monitoren und höhenverstellbaren Tischen gearbeitet. Auch der restliche Arbeitsraum spielt für mich eine Rolle. Ergänzende Büromöbel wie Sideboards oder Stehpulte beeinflussen meine Arbeitssituation und bestimmen mit, wie flexibel ich innerhalb des Tages die Position wechseln kann.

7. Nutzungstyp: Arbeit, Gaming oder beides?

Viele Leserinnen und Leser nutzen ihren Stuhl inzwischen für alles – vom Zoom-Call bis zum nächtlichen Gaming-Marathon. Deshalb habe ich neben klassischen Business-Modellen auch Gamingstühle getestet. Überraschend war für mich, dass manche Gaming-Modelle langstreckentauglicher waren als einige „seriöse“ Chefsessel. Gleichzeitig boten sie die Bewegungsfreiheit, die ich beim konzentrierten Arbeiten schätze.

Bürostuhl-Test – Die besten Bürostühle

Für meinen großen Bürostuhl-Test 2026 habe ich neun Modelle von Di Volio über mehrere Wochen intensiv genutzt. Ich habe rotiert, getauscht und verschiedene Alltagsszenarien simuliert: lange Schreibtage, konzentrierte Lektoratsphasen, Video-Calls und Gaming-Sessions nach Feierabend. Die folgenden Eindrücke stammen direkt aus diesen Momenten. Es sind Beobachtungen aus meinem Alltag mit Aha-Erlebnissen und kleinen Schwächen, die sich oft erst nach Stunden zeigen.

Ergonomischer Bürostuhl Naxes

Der erste Kandidat im Dauereinsatz war der Ergonomischer Bürostuhl Naxes. Der Aufbau dauerte rund 20 Minuten, die Mechanik erklärte sich mir fast von selbst. Schon beim ersten Hinsetzen fiel mir die stark konturierte Rückenlehne auf. Sie folgt der Wirbelsäule spürbar, ohne sich starr anzufühlen.

Der Naxes setzt auf eine hohe Netzrückenlehne mit integrierter, in der Höhe verstellbarer Lordosenstütze. In meinem Test saßen dort sehr unterschiedliche Körpergrößen, von 1,60 Meter bis 1,92 Meter. Alle konnten die Stütze so einstellen, dass sie exakt im Bereich der Lendenwirbel anlag. Nach zwei bis drei Tagen Eingewöhnung hatte ich bei einigen Nutzerinnen und Nutzern den Eindruck, dass sie abends „gerader“ vom Schreibtisch aufstanden.

Ergonomischer Bürostuhl Naxes

Die Synchromechanik des Naxes erlaubt ein fließendes Zurücklehnen, bei dem Sitz und Rücken zusammenarbeiten. Den Gegendruck konnte ich fein justieren. In der Praxis hieß das für mich: Wer gerne aktiv sitzt, stellt den Widerstand stärker ein und federt eher, wer lieber leicht schaukelnd arbeitet, dreht ihn zurück. Die Sitzfläche ist eher fest gepolstert, was sich in langen Sessions als Vorteil erwiesen hat. Ich „versinke“ nicht, sondern bleibe gut abgestützt.

Die 3D-Armlehnen lassen sich in Höhe, Breite und Tiefe anpassen. Vor allem Vielschreiberinnen und Vielschreiber profitierten davon. Die Unterarme lagen entspannt auf, Nacken und Schultern spürten deutlich weniger Belastung. Im Homeoffice-Test mit schmalem Schreibtisch musste ich mit der Breite etwas spielen, um nicht ständig gegen die Tischkante zu stoßen.

In meinem Fazit punktete der Naxes vor allem als sehr ausgewogener Allrounder. Wenn ich einen Schreibtischstuhl ergonomisch suche, der sich schnell auf verschiedene Personen einstellen lässt, bin ich mit diesem Modell gut bedient. Für mich ist der Naxes ein heimlicher Anwärter, wenn ich nach einem ganz persönlichen „Bürostuhl ergonomisch Testsieger“ Ausschau halte – besonders, wenn mehrere Personen denselben Arbeitsplatz nutzen.

Gamingstuhl Ragazo

Als Nächstes ging es für mich in die optisch sportlichere Ecke. Der Gamingstuhl Ragazo stand zunächst im Gaming-Zimmer eines Kollegen, wanderte aber schnell auch an meinen Redaktionsschreibtisch. Das Racing-Design mit hohen Seitenwangen wirkt auf den ersten Blick eher wie ein Cockpit als wie ein klassischer Arbeitsstuhl.

Beim Hinsetzen fiel mir sofort die üppige Polsterung auf. Sitz und Rücken sind weich, aber nicht schwammig. Die ausgeprägten Seitenwangen im Schulterbereich geben ein umschlossenes Gefühl. Wer viel mit Controller spielt oder Filme schaut, mag genau das. In meinen langen Schreibsessions waren diese Wangen für sehr breite Schultern allerdings manchmal etwas zu präsent.


Der Ragazo bietet eine Wippmechanik und eine Rückenlehne, die sich weit nach hinten neigen lässt. Zusammen mit der ausziehbaren Fußstütze wurden daraus in meinem Test einige spontane Powernaps. Das mitgelieferte Lendenkissen und das Nackenkissen lassen sich per Gurt verschieben. Hier zeigte sich ein klares Muster: Einige in der Redaktion haben die Kissen schnell entfernt und lieber direkt an der gepolsterten Lehne gearbeitet, andere schworen auf die zusätzliche, weichere Unterstützung.

Bei langen Tastatur-Sessions schnitt der Ragazo für mich etwas ambivalent ab. Die Armlehnen bieten zwar eine solide Ablage, sind jedoch weniger fein verstellbar als bei einigen ergonomischen Business-Stühlen. Für eine gemischte Nutzung – tagsüber Arbeit und abends Gaming – funktionierte das Setup in der Praxis gut. Wer jedoch besonders viel klassische Bildschirmarbeit macht, sollte sich aus meiner Sicht bewusst fragen, ob ein sportlicher Gamingstuhl oder ein stärker auf Fokusarbeit optimierter Stuhl besser passt.

Bürostuhl Piozano

Der Bürostuhl Piozano war für mich der „unscheinbare Perfektionist“. Optisch zurückhaltend, grafisch klar und ohne aggressive Linien, dafür im Detail extrem durchdacht. Beim ersten Hinsetzen fiel mir vor allem die Kombination aus gepolsterter Sitzfläche und Netzrücken auf.

Die Sitzfläche ist mittelhart und leicht nach hinten abfallend geformt. Das verhindert, dass ich nach vorne rutsche. In Langzeitsitzungen empfand ich diese Form als ausgesprochen angenehm, weil die Oberschenkel gleichmäßig aufliegen. Eine Besonderheit, die ich im Test immer wieder gelobt habe, war die fein dosierbare Sitztiefenverstellung. Vor allem große Kolleginnen und Kollegen konnten den Sitz so weit nach vorne schieben, dass auch lange Beine entspannt Platz fanden.

Bürostuhl Piozano

Die Rückenlehne des Piozano arbeitet mit einer Synchromechanik, die für mich ein sehr natürliches Bewegungsmuster zulässt. In der Praxis fühlte sich das so an, als würde der Stuhl kleine Gewichtsverlagerungen einfach „mitgehen“. Ich hatte nie den Eindruck, gegen eine Mechanik zu kämpfen. Die Lordosenstütze ist in der Höhe verstellbar und bietet eine angenehm breite Auflagefläche. Wer sich sonst gerne ein zusammengerolltes Handtuch in den unteren Rücken klemmt, konnte hier erstmals darauf verzichten – das habe ich mehrfach beobachtet.

Die Armlehnen des Piozano sind 3D-verstellbar und ließen sich in meinem Test gut an verschiedene Tischhöhen anpassen. Besonders positiv fiel mir im Homeoffice auf, dass ich den Stuhl problemlos etwas höher stellen konnte. So konnte ich auch an Kücheninseln oder provisorischen Tischen arbeiten, ohne dass die Armauflagen störten.

In vielen internen Votes landete der Piozano für mich unter den besten Bürostühlen für alle, die einen ruhigen, funktionalen Stil mögen und präzise Einstellbarkeit schätzen. Er ist einer dieser Stühle, die ich morgens einmal durchkonfiguriere und danach fast vergesse, weil nichts drückt oder fehlt.

Bürostuhl Molfeta

Der Bürostuhl Molfeta trat für mich im Test als moderner, geradliniger Schreibtischpartner an. Optisch erinnert er an klassische Task Chairs, im Detail zeigt er jedoch einige Raffinessen, die ich im Alltag schnell schätzen gelernt habe.

Die Sitzfläche ist kompakter geschnitten als beim Piozano. Das kommt vor allem kleineren und mittelgroßen Personen entgegen, was ich in der Redaktion gut beobachten konnte. Die Polsterung ist eher fest und vermittelt mir das Gefühl, „auf“ statt „in“ dem Stuhl zu sitzen. Gerade bei viel Fokusarbeit, wenn ich eher aufrecht und nah an der Tischkante bleibe, empfand ich dieses Sitzgefühl als sehr angenehm.

Bürostuhl Molfeta

Die Rückenlehne besteht aus Netzmaterial und lässt Luft zirkulieren – ein Pluspunkt in warmen Büros oder im Dachgeschoss-Homeoffice. Die integrierte Lordosenstütze ist weniger dominant als bei manchen anderen Modellen. Das sorgte in meinem Test für ein sehr freies Rücken-Gefühl, ohne dass ich auf Unterstützung verzichten musste. Ein Redaktionsmitglied mit empfindlichem unteren Rücken beschrieb mir gegenüber den Molfeta als „unsichtbare Hilfe“: Nichts sticht hervor, aber man sackt auch nicht zusammen.

Die Wippmechanik lässt sich über einen Regler an das eigene Körpergewicht anpassen. Positiv fiel mir auf, dass die Bewegung sehr leise abläuft. Kein Knarzen, kein Rucken – selbst in Video-Calls mit Mikrofon blieb der Stuhl unauffällig. Die Höhenverstellung arbeitet fein, was mir das Justieren zwischen verschiedenen Tischhöhen erleichterte.

Wenn ich einen Bürostuhl ergonomisch Testsieger mit dezenter Optik suche, ist der Molfeta für mich ein solider Kandidat. Der Stuhl verschwindet optisch fast im Raum und arbeitet im Hintergrund. Genau diese unaufgeregte Art macht ihn für mich zu einem starken Begleiter für konzentrierte Arbeitstage.

Bürostuhl Fano

Mit dem Bürostuhl Fano wechsle ich in die Welt der großzügig gepolsterten Chefsessel. In meiner Testreihe war er der Stuhl, der immer wieder spontan von Kolleginnen und Kollegen für längere Telefonate „entführt“ wurde. Der Grund liegt für mich auf der Hand: Er vermittelt sofort ein Gefühl von Lounge-Komfort.

Die Sitzfläche ist breit und satt gepolstert, die Rückenlehne reicht hoch bis in den Nackenbereich. Hier geht es weniger um sportliche Kontur, sondern um flächige Unterstützung. Der Fano verfügt über eine Wippmechanik, die sich blockieren lässt. Im entspannten Modus wird der Stuhl für mich fast zu einem kleinen Sessel, in dem ich mich beim Brainstorming weit nach hinten lehnen kann.

Bürostuhl Fano

In meinem Bürostuhl-Test habe ich den Fano vor allem in Situationen genutzt, in denen ich nicht ausschließlich schreibe oder tippe. Strategie-Calls, Online-Meetings und längere Lesesessions waren sein bevorzugtes Einsatzgebiet. Hier spielte er seine Stärken aus. Mein Nacken wurde durch die hohe Lehne gut aufgefangen, selbst wenn ich mich zwischendurch weit zurücklehnte und den Blick von den Bildschirmen nahm.

Beim sehr präzisen Arbeiten am Laptop, vor allem an kleineren Tischen, zeigte sich für mich eine kleine Schwäche. Die üppige Polsterung verführt dazu, mich tiefer ins Polster zu lehnen, wodurch ich gerne etwas weiter vom Tisch wegrutsche. Wenn ich den Fano wähle, sollte ich also die Tischhöhe gut darauf abstimmen und bewusst in eine aufrechtere Position wechseln, wenn es auf Millimeterarbeit bei der Eingabe ankommt.

In Kombination mit repräsentativen Arbeitsbereichen oder einem Homeoffice, das auch Wohnzimmer-Charakter haben soll, kommt der Fano aus meiner Sicht besonders gut zur Geltung. Ich habe ihn häufig als „Meeting-Stuhl“ genutzt und nur ungern wieder hergegeben.

Bürostuhl Baldo

Der Bürostuhl Baldo ist für mich der ruhige, elegante Bruder des Fano. Er ist immer noch klar als Chefsessel erkennbar, bringt aber eine etwas strengere Linienführung mit. In meinem Test war er der Favorit unter denen, die gerne weicher sitzen, aber eine gewisse Formstabilität nicht missen möchten.

Die Sitzfläche ist großzügig dimensioniert, die Polsterung etwas fester als beim Fano. Dadurch bleibe ich stärker in einer definierten Position und rutsche weniger hin und her. Die Rückenlehne ist hoch und leicht geschwungen. Sie unterstützt den oberen Rücken für mein Empfinden angenehm, ohne mit einer stark ausgeprägten Lordosenform zu arbeiten.

Bürostuhl Baldo

Der Baldo verfügt ebenfalls über eine Wippfunktion, die sich individuell einstellen lässt. Besonders bei längeren Lesestrecken oder beim Arbeiten mit großen Monitoren, die etwas weiter entfernt stehen, war die Kombination aus leichtem Wippen und flächiger Polsterung für mich sehr entspannend. Ein Kollege nutzte den Baldo konsequent für seine „Deep-Work-Blöcke“ und beschrieb ihn mir gegenüber als „weichen Kokon“, der dennoch nicht einsinken lässt.

Ich habe den Baldo zudem in einem eher designorientierten Arbeitszimmer ausprobiert. Zusammen mit einem hellen Schreibtisch und dezenten Chefsessel-Lösungen wirkte sein dunkler, reduzierter Look als ruhiger Kontrapunkt. Ergonomisch richtet er sich für mich an Menschen, die viel Sitzfläche und weiche Unterstützung mögen, aber keinen extrem technischen Look im Büro haben wollen.

Gamingstuhl Sporte

Der Gamingstuhl Sporte war in meinem Test das Modell mit der größten Wandlung. Anfangs stand er im Gaming-Zimmer, später landete er bei einer Kollegin im Homeoffice, die acht Stunden am Tag in Tabellen arbeitet und ihn nicht mehr hergeben wollte.

Der Sporte kombiniert für mich eine markante Racing-Optik mit einer vergleichsweise aufrechten, arbeitsfreundlichen Sitzposition. Die Sitzfläche ist sportlich-schmal geschnitten, die Seitenflanken geben Halt, ohne zu stark einzuengen. Für schmalere Personen war das ein Volltreffer. Sehr breite Schultern oder Hüften sollten diesen Stuhl nach meiner Erfahrung unbedingt ausprobieren, bevor sie sich dauerhaft entscheiden.

Gamingstuhl Sporte

Die Rückenlehne lässt sich weit nach hinten verstellen, und auch hier gibt es eine ausklappbare Fußstütze. Anders als beim Ragazo habe ich den Sporte jedoch häufiger in einer moderat nach hinten geneigten Arbeitsposition genutzt. In Kombination mit einem größeren Monitor entsteht so eine fast cockpitartige Fokussituation, in der ich sehr konzentriert arbeiten konnte.

Das Lenden- und das Nackenkissen lassen sich flexibel positionieren. Gerade bei langen Sitzungen habe ich das Lendenkissen so platziert, dass es die natürliche Krümmung im unteren Rücken unterstützt. Ein einfacher, aber sehr wirksamer Trick. Wer Gaming und Arbeit auf einem Stuhl vereinen möchte, findet im Sporte aus meiner Sicht eine überraschend alltagstaugliche Lösung.

Ergonomischer Bürostuhl Romalo

Der Ergonomischer Bürostuhl Romalo ist eines der Modelle, über die ich schon nach wenigen Tagen lebhaft diskutiert habe. Mehrere Redaktionsmitglieder sahen ihn als Kandidaten für den internen „besten Bürostuhl“. Auf den ersten Blick wirkt er technisch und modern, auf den zweiten Blick offenbart er einige sehr clevere Details.

Die Sitzfläche ist klar konturiert, nicht zu breit und angenehm fest. Die Sitztiefenverstellung erlaubt mir eine präzise Anpassung an unterschiedliche Beinlängen. Besonders positiv fiel mir auf, wie harmonisch Sitz und Rückenlehne bei Bewegung zusammenarbeiten. Die Synchromechanik vermittelt ein sehr natürliches Sitzgefühl, bei dem ich fast vergesse, dass Metall und Technik im Spiel sind.

Ergonomischer Bürostuhl Romalo

Die Rückenlehne besteht aus atmungsaktivem Netzmaterial mit einer auffällig geformten Lordosenstütze. Diese lässt sich in der Höhe verschieben und so exakt auf die eigene Anatomie einstellen. Ein Redaktionsmitglied mit chronischen Rückenbeschwerden hat den Romalo zwei Wochen am Stück genutzt und mir von deutlich weniger Müdigkeit im unteren Rücken berichtet.

Die Armlehnen sind vielseitig verstellbar und ließen sich in meinem Test gut an verschiedene Tischtypen anpassen. Vom höhenverstellbaren Schreibtisch bis zur schmalen Homeoffice-Platte konnte ich den Stuhl flexibel einsetzen. Durch das schlanke Untergestell passte der Romalo zudem problemlos in Setups, in denen ich mehrere Sitzmöglichkeiten kombinierte.

Für mich ist der Romalo einer der Kandidaten, die ich guten Gewissens in die engste Auswahl unter den besten Bürostühlen aufnehme. Wer Wert auf feine Einstellbarkeit, Netzrücken und ein klares, technisches Design legt, findet hier aus meiner Sicht ein sehr stimmiges Gesamtpaket.

Bürostuhl Adelo

Der Bürostuhl Adelo war in meinem Test der „Konferenzraum-Champion“, der sich gleichzeitig auch im Homeoffice erstaunlich gut gemacht hat. Er kombiniert für mich das üppige Sitzgefühl eines Chefsessels mit Eigenschaften, die ich sonst eher von arbeitsorientierten Drehstühlen kenne.

Die Sitzfläche ist breit, die Polsterung satt, aber nicht übertrieben weich. In langen Meetings, in denen ich eher zuhöre, Notizen mache und gelegentlich spreche, war das für mich pure Entspannung. Ich habe den Adelo bewusst auch für klassische Bildschirmarbeit genutzt. Mit der richtigen Einstellung von Sitzhöhe und Wippmechanik eignete er sich durchaus für produktive Schreibtischphasen.

Bürostuhl Adelo

Die hohe Rückenlehne bietet mir durchgehende Unterstützung bis in den Nacken. Wenn ich gerne ab und zu kurz die Augen schließe, um über ein Konzept nachzudenken, finde ich im Adelo eine sehr angenehme Lehne zum Zurücklehnen. Die Armauflagen sind flächig und bieten stabilen Halt, was vor allem beim Tippen auf einer externen Tastatur positiv auffiel.

In der Praxis hat sich der Adelo für mich als Stuhl für alle bewährt, die viel zwischen verschiedenen Arbeitsmodi wechseln. Mal E-Mails, mal Präsentationen, mal Gesprächsrunden – diese Mischung liegt ihm. Er wirkt repräsentativ, ohne protzig zu sein. Auffällig war für mich, dass Besucherinnen und Besucher häufig intuitiv zum Adelo gegriffen haben, wenn mehrere Stühle zur Wahl standen.

Parallel habe ich in einer anderen Redaktionsecke mit verschiedenen Bürostuhl-Lösungen experimentiert, um zu sehen, wie sich der Adelo im direkten Wechsel mit eher technischen Task Chairs anfühlt. Das Ergebnis war für mich eindeutig: Wer gerne weicher sitzt, kehrte immer wieder zum Adelo zurück und akzeptierte dafür ein etwas weniger präzises Feintuning im Vergleich zu hoch spezialisierten Ergonomie-Stühlen.

Unterm Strich hat mein Bürostuhl-Test 2026 sehr deutlich gezeigt, dass es den universellen Testsieger nicht gibt. Der eine ergonomische Bürostuhl punktet für mich mit maximaler Einstellbarkeit, der andere mit Lounge-Komfort, ein weiterer mit Gaming-tauglicher Flexibilität. Entscheidend ist, was Ihr Alltag verlangt und wie Ihr Körper nach acht Stunden im Stuhl reagiert. Ich habe mit den genannten Modellen viele sehr gute Stunden verbracht. Der eigentliche Testsieg zeigt sich für mich dann jeden Morgen, wenn ich mich hinsetze und merke: Hier bleibe ich gerne.

Autor: Anna Leitner